Mittwoch, 16. Mai 2012

Drahtseilakt.

Der Weg ist hart, doch ich werde in gehen, ich werde ihn sehen, den Hoffnungsschimmer.
Ich sehe dich, auf der anderen Seite meines Lebens. Ich gehe durch diesen Tunnel, denn du bist mein Licht, das Licht am anderen Ende und das Licht, das mich führt durch den Tunnel, das mich hält auf dem Weg, auf dem schmalen Grad, auf dem ich wanke...
Ich suche Halt, doch kein Seil hält mich, kein Netz fängt mich, kein Wind trägt mich...
Ich will rufen, doch ich kann nicht, denn Tränen ersticken meine Stimme...
Ich knüpfe ein Seil, um mich zu sichern, verknote es zum Netz, um mich zu fangen...
Doch am Ende wird der Wind mein Werk mit sich tragen, am Ende ist meine Hoffnung mein Grab, denn ich habe meine Schlinge selbst geknüpft, mein Fangnetz selbst gespannt...
Und der Wind spielt mit mir wie mit einem Traumfänger...
Weil meine Träume in mir bleiben... ewig und ungelebt...
Der Weg bis dahin ist hart... die Hoffnung wird mein Grab... doch du bist meine Hoffnung und für die würde ich alles geben... für dich werde ich alles geben... auch mein Leben...
Wenn du willst... können wir auch einfach zusammen leben... für immer und ewig... ♥

Sehsucht.

Die Sonne scheint,
erwärmt die Welt,
doch meine weint,
denn du bist fern.

Trotz des schönsten Sonnenscheins
kann ich nicht wirklich glücklich sein,
denn mein Herz, das fliegt allein.
Will es doch nur bei dir sein.

Seh den Vogel überm Felde,
wie er in die Ferne fliegt
und beneide ihn dabei,
wenn er seine Schwingen hebt.

Wünschte nur, er käm zu mir,
packte mich und zög mich hoch,
flög mit mir bis zu den Sternen,
lang bis in die Nächte noch.

Denn bei den Sternen wartest du.
Seh ich sie doch nur bei Nacht;
muss ich wandeln an den Tagen
durch die schönste Blütenpracht
allein
und muss warten, lange warten.
Auf den Schatten kühler Nacht.

Montag, 14. Mai 2012

Niemand.

Niemand ist Schuld
ich bin einfach krank
aber niemand von euch
hat es je für nötig gehalten
darauf Rücksicht zu nehmen

jetzt
nehme ich auch keine mehr
ich will nicht mehr
     schweigen
     weinen
     bluten

reden
kann ich schon lang
nicht mehr
mit wem auch
     den Poeten versteht man nicht
     den Sänger will man nicht hören
     das Kind nimmt niemand ernst

Nur
wer ist Niemand?
Wer ist Schuld?
Wer nimmt Rücksicht
und
wer mich ernst?
WER?