Sie hielt den Brief in der Hand, stundenlang hatte sie die wenigen Zeilen angestarrt. Nun blickte sie in die Ferne, starrte einfach vor sich hin, schien den Sonnenuntergang zu beobachten und gleichzeitig hinter den Horizont sehen zu können.
Dort hatte er auf sie warten wollen, eines Tages wollten sie sich wieder sehen, an diesem magischen Ort die alten Erinnerungen noch einmal aufleben lassen.
Doch nun war er weg, einfach verschwunden, und würde nie zurückkehren. Sie wusste das, alle wussten es und doch wollte es keiner wahrhaben.
Wir würden es schon irgendwie überstehen, würden uns gegenseitig stützen; aber sie…
Er war ihre Stütze gewesen, der letzte Halt, der einzige Schutz vor der Umwelt; nun war sie schutzlos.
Doch sah man es ihr bis jetzt nicht an, auch nicht, als sie sich langsam in meine Richtung drehte und mich ansah, mit diesem Blick, fragend und klagend zugleich.
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